
Hallenbeschickung - Querverteilung
Allgemeine Erläuterungen
Mit der Lochbodenschnecke werden zunächst die Belüftungskanäle festgelegt
Mit feststehender Lochbodenschnecke staubfreie Beschickung
Die Anlagen zur Beschickung von Getreidelagerhallen müssen mit ausreichender Schlagkraft ausgerüstet sein, und mit möglichst geringem Personalaufwand funktionieren.
Zur Längsverteilung eignen sich am besten Förderbänder. Sie fördern sehr schonend, fast lautlos und mit dem geringsten Kraftaufwand.
Außerdem beschicken sie die Querverteilung stufenlos in ganzer Hallenlänge.
Für die Längsverteilung durch Förderbänder sind zwei Varianten möglich:
- Durch ein Förderband oder einen Trogkettenförderer wird das Getreide zur Mitte der Halle transportiert. Unter dem First der Halle (oder an einer Längswand) wird ein verfahrbares und reversierbares Förderband mit zwei Endausläufen montiert. Es ist halb so lang wie die Halle und wird jeweils mit dem einen oder anderen Endauslauf an das Querverteilgerät angekuppelt.
- Ein Förderband wird in ganzer Hallenlänge fest installiert. Es hat einen Abwurfwagen, der an das Querfördergerät angekuppelt und von diesem synchron mitgenommen wird. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, dass zwischen Bandeinlauf und Abwurfwagen ein Abstand von 4 bis 5 m erforderlich ist, (abhängig von der Bandgröße).
So glatt zieht die Schnecke das Lager ab!
Weder das Verschiebeband noch der Abwurfwagen benötigen einen eigenen Verfahrantrieb.
Der Kraftbedarf ist bei Schnecken am höchsten und bei Förderbändern am geringsten. Zur Einlagerung von Dünger eignen sich am besten
Förderbandanlagen in Edelstahl. In den meisten Fällen werden die Anlagen an den Dachträgern befestigt. Je nach Fördergerät und Leistung
beträgt während der Einlagerung die Dachbelastung ca. 20 bis 49 kg / m². Wenn das Dach durch Schnee belastet wird, kann das Fördergerät
an eine Giebelwand gefahren oder abgestützt werden. Bei Hallenbreite bis etwa 25 m ist auch eine Abstützung an den Hallenwänden möglich.
Zur Querverteilung bieten sich 5 verschiedene Einrichtungen an:
- Verteilschnecken ohne Boden
- Lochbodenschnecken
- Bandwagen mit eingebautem, verfahrbaren Querband
- Skrabberschnecken
- Kettenskrabber
Verteilschnecken ohne Boden
Sie lassen das Getreide durchfallen, bis der Schüttkegel die Schnecke erreicht. Dann wird das Getreide in Hallenbreite weitergeschoben. Wenn ein Füllstandsmelder am Ende der Schnecke anspricht, fährt sie ein Stückchen vor und der Vorgang wiederholt sich.
Lochbodenschnecke
Lochbodenschnecke - in diesem Fall saatgutrein
Beschickungseinrichtung einer Halle für 80.000 to Weizen
Sie eignen sich besonders, wenn erntefrisches Getreide eingelagert werden soll. Sie haben Auslauföffnungen im Boden, die sich durch
einen Schieber in der Größe verstellen lassen. Dadurch ergibt sich ein gleichmäßiger Getreidevorgang in ganzer Schneckenlänge. Lässt
man die Schnecke nun über der Lagerfläche pendeln, legt man Schicht auf Schicht, und es können sich keine Feuchtigkeitsnester bilden.
Zum Schluss zieht die Schnecke die Lagerfläche vollkommen eben ab.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Schnecke zu Beginn der
Einlagerung über quer liegende Überflurbelüftungskanäle fahren und diese festlegen kann. Desweiteren kann man den Schneckenboden auch
in Einzelsektionen verschließbar machen, so dass sich auch Boxen in Längsrichtung der Halle beschicken lassen.
Bandwagen
Flex-Bandwagen mit Querverteilband bestehen aus einem stabilen Bandgerüst, in lackierter Ausführung mit Einlauftrichter und
Bandeinlauf, Elektroantrieb zum Querverfahren, 0,25 kW, flexibler Stromzufuhr zum Trommelmotor des Förderbandes, 2 Fahrwerken zur
freitragenden Aufhängung an 2 Laufschienen, Längsantrieb durch 2 Reibradantriebe, 0,55 kW. Gurt ist werkseitig vulkanisiert.
Im Bandwagen ist ein reversierbares und querverfahrbares Förderband eingebaut. Auch hiermit kann eine automatische Hallenbeschickung
eingerichtet werden. Insbesondere eignet sich diese Einrichtung auch zur Beschickung von Boxen in Längsrichtung der Halle.
Skrabberschnecken
Bei der Einlagerung arbeiten sie genau wie Verteilschnecken ohne Boden. Bei der Auslagerung lassen sie sich durch Kettenzüge absenken
und tragen dann zu einem im Hallenboden eingelassenen Fördergerät aus.
Kettenskrabber
Flex-Kettenskrabber in einer stabilen Gitterkonstruktion mit doppelter Hohlbolzenkette mit zwischengeschraubten Aluminiumräumschilden,
mit zwei Fahrwerken zur freitragendenen Aufhängung an zwei Laufschienen. Verfahreinrichtung durch 2 Reibradantriebe 0,55 kW.
Elektroanschluss vom Fahrwerk zum Skrabber durch Federleitungstrommel.
Für sie gilt das gleiche wie für Skrabberschnecken. Jedoch sind größere Längen und höhere Leistungen möglich. Förderleistungen
zwischen 40 und 300 to/h sind möglich.
Wenn erforderlich in ATEX-Ausführung
Paul Groth Mühlenbau GmbH & Co. KG • Tel.: +49 (4121) 7957 35 •
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